Die Indikation zum Einsatz dieser Methode ist in erster Linie ein Eileiterverschluß bzw. eine erhebliche Störung der Eileiterfunktion. Weitere Gründe sind Endometriose, bestimmte immunologische Faktoren und ungeklärte Sterilität.

 

Bei der in-Vitro-Fertilisation werden nach einer Vorbehandlung (siehe Hormontherapie) die Eizellen operativ entfernt. Wenn genügend Eibläschen herangewachsen sind, wird hCG gespritzt (Auslösespritze), um die Eizellreifungsphase abzuschließen.

 

32-36 Stunden später werden die Eizellen in einer kurzen Narkose durch die Scheide abgesaugt. Dabei wird eine Punktionsnadel, die auf dem in die Scheide eingeführten Ultraschallkopf befestigt ist, durch die Scheidenwand zum entsprechenden Eierstock geführt, um so die Follikelflüssigkeit mit den Eizellen aus den Eibläschen abzusaugen.(Follikelpunktion)

 

ivf1

 

Nach der Spermaabgabe des Mannes und Aufbereitung des Ejakulats werden die Eizellen mit einer definierten Menge Spermien in einer speziellen Nährlösung zusammengebracht (inseminiert) und im Brutschrank inkubiert. Die Spermien dringen ohne weitere Hilfestellung in die Eizelle ein. Etwa 50-70% der Eizellen lassen sich auf diese Weise befruchten (in vitro fertilisation).

 

Die befruchteten Eizellen entwickeln sich durch Zellteillung zu Embryonen weiter:

 

Tag Eizellpunktion +1 Tag  = Vorkernstadium (Pronukleusstadium)

Tag Eizellpunktion +2 Tage = Vierzellstadium

Tag Eizellpunktion +3 Tage = Achtzellstadium

 

 

Befruchtung: IVF
ivf2

 

 

 

 

2-3 Tage nach der Eizellentnahme werden bis zu 3 Embryonen mit Hilfe eines Kunststoff-Kathethers in die Gebärmutterhöhle unter Ultraschallkontrolle eingesetzt.Diesen Vorgang bezeichnet man als Embryotransfer.

 

 

ivf3